Jahrhunderthochwasser: Schröder soll SPD retten

Berlin, Sachsen, Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Bayern – Das nächste Jahrhunderthochwasser ist da! Pünktlich im Wahljahr spülen die Wassermassen in Elbe, Chemnitz, Donau & Co wieder Hoffnung in die Reihen der deutschen Sozialdemokraten.
Weil Kanzlerkandidat Steinbrück es bsiher nicht schaffte, sich gegen die übermächtige Angela Merkel durchzusetzen, soll jetzt ein altbekannter Polit-Pensionär sein Kanzler-Comeback feiern.

Nachdem er 2002 bewiesen hat, dass man trotz SPD-Mitgliedschaft und schlechter Umfragewerte auf einer ausreichend großen Flutwelle nochmal ins Kanzleramt surfen kann, soll jetzt Gerhard Schröder die Sozialdemokratie gegen Merkel in die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes führen.

Schröder

Soll den Pegelstand der SPD in Umfragen wieder erhöhen:
Gerhard Schröder

“Wir müssen unsere Chance nutzen, uns steht das Wasser bis zum Hals. Da geht es der SPD wie den Wählern in den Flutgebieten. Bisher blieb unser Wahlkampf hinter allen Erwartungen zurück. Bevor es in die heiße Phase geht, musste nun doch nochmal ein harten Schnitt her. Jetzt heißt es nicht mit Steinbrück untergehen, sondern mit Gummistiefel-Gerd unser Ziel zu erreichen”, so ein hochrangiger Sozialdemokrat.

Derweil heißt es aus dem Willy-Brandt-Haus in Berlin, Schröder sei bereits auf dem Weg in die überfluteten Gebiete, um sich dort den Wählern in Gummistiefeln zu zeigen, und das eine oder andere Pils mit ihnen zu heben.

Bildquelle: Hinrich, CC

Fair and square??

Die SPD muss sich gegen einen Angriff von unerwarteter Seite wehren: Der US-Konzern Apple hat nun, wohl im Siegesrausch eine Klage angekündigt, in der die Bundes-SPD Plagiatsvorwürfen ausgesetzt wird.

Quadrat mit abgerundeten Ecken

Werden hier Apple-Patente verletzt?

Da Apple bekanntermaßen das Patent auf Vierecke mit abgerundeten Ecken besitzt, soll der weitere Aufstieg von SPD-Quadratschädel Frank-Walter Steinmeier verhindert werden.
Seine Kopfform verletze für alle sichtbar eingetragene Patente der Firma Apple (im Bild rot markiert). Die SPD-Spitze weist dies zurück.
Sollte Apple vor Gericht seine Patentansprüche durchsetzen können, droht der SPD, Steinmeier zumindest nicht mehr auf dem amerikanischen Markt verbreiten zu dürfen. Eine Einreise Steinmeiers in die USA wäre dann wohl nicht mehr so leicht möglich. Eine Kanzlerkandidatur des “Mann mit dem Würfelkopf” rückt unter diesen Umständen in weite Ferne. Ein Umstand, der intern die Kanzler-Konkurrenten Gabriel und Steinbrück freuen dürfte.

Bildquelle: Arne List, cc

Kompetenzbündelung statt K-Frage

Nachdem die Kanzerfrage in der SPD in den letzten Monaten nicht grundlegend geklärt werden konnte, entscheidet man sich offensichtlich zu drastischen Maßnahmen: Der Kreis der drei gehandelten Kandidaten soll offenbar geschlossen werden. Aus der Troika Gabriel, Steinbrück, Steinmeier soll ein Polittausendsassa entstehen. Durch ein kompliziertes operatives Verfahren sollen die Spitzenpolitiker zu einem Wesen zusammengeführt werden, und so ein mehrbeiniges Politschwergewicht bilden.

Die Reihenfolge der Koppelung soll jedoch noch offen sein, weil man sich noch uneinig sei, wer die besten Führungsqualitäten (vorne) mitbringt, wer der beste Mann fürs Grobe (hinten) ist, und welcher der drei Kandidaten den Zusammenhalt zwischen den Genossen am besten verkörpert (Mitte).

Mögliche Kandidatenreihung

Durch diese drastische Maßnahme hofft man sämtliche Kompetenzen und Eigenschaften auf eine Person konzentrieren zu können. Frank-Walter Steinmeier weiß: “Die Politik braucht unterschiedliche Typen: die Rampensau, den Nachdenklichen, den eher Bauchgesteuerten und hoffentlich auch den, der mit Augenmaß eine gerade Furche zieht.”
Eben solche Grundtypen will man nun anscheinend im Projekt “Political Centipede” vereinen.

Als Reihenschaltung der deutschen Sozialdemokratie will man gegen das Merkel bei der nächsten Kanzlerwahl antreten. Während etwa in der Union die CDU im Wahlkampf jederzeit Störfeuer aus der eigenen bayrischen Schwesterpartei fürchten muss, will die SPD den Vorteil genießen mit einer gemeinsamen Stimme  (vorne) sprechen zu können.

Bildquellen: Arne Müssler,cc; BlackIceNRW,cc; Dienemann,cc